Life is Live – Opus die wahre Geschichte
Verfasst von Sebastien Caduff unter Werbespots am 3. März 2010
Wie bei allen historisch einschneidenden Momenten existieren oft verschiedenen Erzählungsversionen des einen und selben Ereignisses. Die offizielle Variante, wie es zu diesem Mitsing-Klassiker der österreichischen Band Opus gekommen ist, ist schnell erklärt. Anlässlich des 11-jährigen Bestehens hatte die noch junge Rockband ein spezielles Stück für ihre treuen Fans komponiert. Dieses wurde ganz am Ende der Veranstaltung im Oberwarter Stadion am 2. September 1984 zum Mitsingen gespielt. Zu diesem Zeitpunkt stieg aber das Aufnahmegerät aus und beinahe würde heute den Song vielleicht niemand mehr kennen. Wie der Zufall so will, kam es aber ganz anders. Einmal das Aufnahmeband ausgewechselt spielte Opus das Stück als Zugabe daraufhin gleich nochmal und die bereits euphorischen Anhänger sangen noch lauter und noch beherzter mit. Die Stimmung war ausgelassen und das Stück kam so, als live Version in das Album. Etwas Einzigartiges in der damaligen Musikgeschichte, denn die Fans wurden zu einem noch nie da gewesenen Grad mit in den Song einbezogen. Was heute üblich ist, revolutionierte damals möglicherweise das Musikbusiness und war Teil des Erfolges. Das Stück wurde ein riesen Hit, verkaufte sich millionenfach und wird auch heute noch, wenn es praktisch nonstop irgendwo auf der Welt zwischen Chile und Sibirien auf einer Radiostation gespielt wird mit der gleichen Inbrunst wie damals im Stadion mitgeträllert.
Trotzdem kann man nicht sicher sein, ob sich das Ganze nicht doch so abgespielt hat, wie der folgende TV-Werbespot der niederländischen Biermarke Bavaria zeigt – denkbar zumindest wäre es. Spass beiseite: bereits die Idee der Amsterdamer Agentur Selmore ist äussert amüsant. Gegründet wurde die vergleichsweise kleine aber feine Agentur im Jahre 2004 von den bekannten niederländischen Werbegrössen Diederick Hillenius (früher TWBA), Poppe van Pelt (früher TWBA), Michael Jansen (früher DDB) und Bas Korsten(früher DDB). Der lustige Spot gewann übrigens 2008 einen Epica Award.
Opus die wahre Geschichte
- Name: Life (2008)
- Auftraggeber: Bavaria Beer ( http://www.bavaria.nl )
- Zuständige Agentur: Selmore ( http://www.selmore.com )
- Musik: Opus – Life Is Life ( http://www.opus.at )
Milch gegen morsche Bürohengst-Knochen
Verfasst von Sebastien Caduff unter Werbespots am 28. Februar 2010
Ein interessantes Gedankenspiel zeigt uns der TV-Spot des Agrikultur-Büros Flandern (kurz VLAM). Ziel war es den Milchkonsum anzukurbeln. Anders als manch eine andere Werbung ist die Botschaft in diesem Spot, abgesehen von der Musik, ebenso dezent wie wirksam. Die im Fernsehen ausgestrahlte Werbung regt zweifelsfrei auch über die kurze Sendezeit hinaus zum Nachdenken an. Insbesondere in der heutigen Zeit, in der alle möglichst beschwerdelos noch älter werden wollen, sind frühzeitige Investitionen in einen nachhaltigen Lebensstil äusserst wichtig. Dazu gehört neben gesundem Essen und viel Bewegung auch mal ein Glas Milch, damit die Knochen trotz vieler Büroarbeit nicht all zu morsch werden.
Insgesamt eine sehr gut umgesetzte Kreatividee der belgischen Agentur Duval Guillaume mit Büros in Antwerpen, Brüssel und New York. Die mit rund 200 Personen grösste belgische Agentur wurde im Jahre 2006 von der Publicis Gruppe gekauft und hat am letztjährigen Lions International Advertising Festival in Cannes den Bronze-Löwen der Kategorie Film für diese Kampagne erhalten. Der Werbeblog gratuliert nachträglich und stösst passend mit einem Glas Milch an.
Got Melk?
- Name: JUMPERS (2009)
- Auftraggeber: Vlaams Centrum voor Agro- en Visserijmarketing ( http://www.vlam.be )
- Zuständige Agentur: Duval Guillaume Brüssel ( http://www.duvalguillaume.com )
Oops I Stabbed You Again *sing*
Verfasst von Sebastien Caduff unter Werbespots am 27. Februar 2010
Nach längerer Pause meldet sich der Werbeblog wieder zurück mit einer herrlich lustigen Werbung aus Südasien. In folgendem Clip sieht man was passiert, wenn indische Zirkusartisten mal keine Abendvorstellung haben. Genau – sie spielen statt wie andere Leute mit Karten lieber mit Wurfmessern. Klar kann das auch mal ins Auge gehen. Geworben wird dabei für ein Insektizid Aerosol gegen Mücken, denn die lästigen Viecher sind im malariageplagten Indien eine ernst zu nehmende Bedrohung. Heutzutage existieren Medikamente, die britischen Kolonialherren in Indien jedoch nutzten zur Therapie früher das Rindenextrakt Chinin. Dieses war im bitteren Tonicwater hoch dosiert enthalten und wurde demnach rege bereits zum Vorbeugen getrunken. Um den Geschmack zu verbessern, mischten sie das Getränk mit Gin, was der Legende zufolge die Geburtsstunde des Lieblingsgetränks der Queen-Mum und zum heutigen Gin-Tonic Kultdrink wurde.
Ausgedacht hat sich der witzige Spot die Zweigstelle Mumbai des JWT Agenturnetzwerks. Weltweit gehören über 200 Büros in 90 Ländern zum JWT-Network, welches mehr als 10′000 Marketing-Profis beschäftigt und erst kürzlich von der amerikanischen Adweek Fachzeitschrift zur Agentur des Jahres 2009 gewählt wurde. Zu ihren Auftragsgebern gehören die weltweit bekanntesten Firmen und ihre Kundenliste liest sich, mit Namen wie Unilever, Nestlé, Microsoft, Nokia, HSBC und Ford, mehr wie ein Standard and Poor’s Aktienindex der Top 100 global führenden Unternehmen.
Das könnte ins Auge gehen
- Name: Goodknight Clap (2008/2009)
- Auftraggeber: Godrej Sara Lee ( http://www.godrejsaralee.com )
- Zuständige Agentur: JWT India Mumbai( http://www.jwt.com )
Szene des Grauens – Werber richten Blutbad an
Verfasst von Sebastien Caduff unter Sonstige Werbung am 22. Januar 2010
Samstag Abend in der Herrentoilette eines Hamburger Nachtklubs. Das steril kalte Neonlicht flackert und erlischt – Stille. Der kurz komplett verdunkelte Raum ist für zartbesaitete Individuen bereits der erste Thrill. Doch das Herz schlägt immer schneller und der Adrenalinspiegel steigt weiter. Wenige Augenblicke später überflutet Schwarzlicht wie es von der Spurensicherung und den gängigen Krimi-Serien bekannt ist den Raum. Überall leuchten grell die Blutspritzer, Handabdrücke und Überreste einer Angst einflössenden Horrorszene auf. Eine Szene des Grauens, welche man so sonst nur aus den übelsten Horror-Schockern kennt. Angerichtet hat das inszenierte Blutbad das Hamburger Büro für interaktive und innovative Kommunikationsformen “Next” der Jung von Matt Agentur bereits im Frühjahr 2008. Ziel der interaktiven, mit Zeitschaltuhr und Bewegungsmelder gesteuerten Installation, war die Aufmerksamkeit auf den deutschsprachigen Pay-TV Sender 13TH STREET der NBC Universal Deutschland Gruppe zu richten. Der merkige Slogan „Sehen, was andere nicht sehen. 13TH STREET. The Action and Suspense Channel” wurde brilliant ungesetzt, zielgruppengerecht gesendet und hat sich an diesem Abend zweifelsohne in die Köpfe der Besucher eingebrannt. Nie war Pinkeln spannender!
Adrenalin-Kick beim Toilettengang
- Name: Blood Bath (2008)
- Auftraggeber: 13TH STREET ( http://www.13thstreet.de )
- Zuständige Agentur: Jung von Matt/next ( http://next.jvm.de )
Ein magischer Coca-Cola-Automat steht in der Schulmensa
Verfasst von Sebastien Caduff unter Sonstige Werbung am 15. Januar 2010
Als der Pharmazeut John Pemberton um 1885, herkömmlichen Wein mit Cola-Nüssen und Koka-Blättern versetzte, wollte er ursprünglich ein Mittel gegen Müdigkeit, Kopfschmerzen und Depressionen zusammenbrauen. Bereits aufgrund der Ingredienzen dürfte er dabei, zumindest hinsichtlich Letzterem, recht erfolgreich gewesen sein. Als während der Prohibition 1886 in Atlanta der Handel von Alkoholika gesetzlich verboten wurde war Pemberton gezwungen den Wein aus dem Rezept zu entfernen und das vorerst noch grüne Coca-Cola wurde (wie so oft) durch Zufall erfunden. Heute ist der koffein- und kohlensäurehaltige Softdrink das meistverkaufte Erfrischungsgetränk und Coca-Cola eine der wertvollsten Marken dieser Welt. Gemäss eigenen Angaben soll der Drink zwischenzeitlich in rund 200 Ländern rund um den Globus verkauft werden und dürfte somit das am einfachsten erhältliche internationale Markenprodukt darstellen. Bereits seit jeher eng mit der amerikanischen Lebenskultur verknüpft, wird auch umgekehrt von einem massgeblichen Einfluss der Coca-Cola Werbung auf den American Way of Life ausgegangen. Andy Warhol hat nicht nur die legendären Cola-Flaschen gezeichnet sondern auch folgendes zu diesem Zusammenhang aufzeigt: „What’s great about this country is that America started the tradition where the richest consumers buy essentially the same things as the poorest. You can be watching TV and see Coca-Cola, and you know that the President drinks Coke, Liz Taylor drinks Coke, and just think, you can drink Coke, too. A Coke is a Coke and no amount of money can get you a better Coke than the one the bum on the corner is drinking. All the Cokes are the same and all the Cokes are good. Liz Taylor knows it, the President knows it, the bum knows it, and you know it.“
Neben der alljährlichen Weihnachtskampagne mit den durchs ganze Land cruisenden und hell beleuchteten Coca-Cola-Trucks momentan präsent, ist die aktuellste Kampagne der Happiness Factory Reihe bei dem jeweils ein Blick ins magische Innere der Coca-Cola Automaten gewährt wird:
Wie so etwas in echt aussehen würde, zeigt dabei die Full-Service-Agentur für interaktives Marketing Definition 9 mit Sitz im Glücksspiel-Mekka Atlanta. Sie haben kurzerhand einen sehr speziellen Coca-Cola Automaten in einen nahegelegenen College-Campus gepackt und das Ganze gefilmt. Es wurde ein cleverer Viral und gelungener PR-Coup daraus mit über 80′000 Views innerhalb von 48 Stunden, welcher subil-sympathisch das Happiness-Werbekonzept nachhaltig unterstreicht.
Coca-Cola bringt Freude in die Schule
- Name: Coca-Cola Happiness Machine (2010)
- Auftraggeber: The Coca-Cola Company ( http://www.coca-cola.com )
- Zuständige Agentur: Definition 6 ( http://www.definition6.com )
Strahlende Weihnachten
Verfasst von Sebastien Caduff unter Sonstige Werbung am 21. Dezember 2009
Der folgende geniale Weihnachts-Viral stammt von der Londoner Agentur AKQA und war 2008 als Eigenpromotion und Festtagsgruss gedacht. Offen ist, ob die Macher des Spots nachher selbst in saftigem Hulk-Grün geleuchtet haben wie eine Weihnachtsdeko oder ob die Mikrowellen gut abgeschirmt waren. Mit meiner vorerst noch nicht abgeschlossenen Familienplanung wäre ich zwar gerne dabei gewesen, hätte jedoch in keinem Fall ohne Bleischürze mit den Mikrowellenprogrammierern oder dem Kameramann getauscht
. Die Agentur mit Zungenbrechername welche hinter der kreativen Idee steckt, wurde 1995 in London von Ahmed Ajaz, Hilton James, Norris-Jones Dan und Treagus Matthew unter dem Namen Digital Marketing Ltd. gegründet. Später ging sie mit der weltweit bekannten Management Consulting Firma Accenture eine strategische Allianz ein und fusionierte 2001 mit der Werbeagentur Citron Haligman Bedecarré aus San Francisco. Heute zählt die im interaktiven Digitalmarketing tätige Agentur über 750 Mitarbeiter und hat Büros in Washington, New York, London, Amsterdam und Shanghai ( 上海 ). Interessant ist übrigens, dass AKQA zusammen mit Microsoft die grafische Benutzeroberfläche ( GUI ) für die Xbox 360 programmiert hat.
Den Weihnachtsspot der Agentur lässt man am besten selbst wirken. Erkannt was für ein Lied es ist?
Mikrowellen Weihnachtslied
- Name: Happy Christmas – Jingle Bells (2008)
- Auftraggeber: AKQA ( http://www.akqa.com/ )
- Zuständige Agentur: AKQA ( http://www.akqa.com/ )
- Musik: James Lord Pierpont (1822-1893) – Jingle Bells
Bei Migros Zauberkünsten wird sogar Harry neidisch
Verfasst von Sebastien Caduff unter Werbespots am 29. November 2009
Diesen Spot hat in Liechtenstein und der Schweiz bestimmt bereits jeder mindestens ein Mal gesehen, aber keine Werbesammlung wäre vollständig ohne diesen lustigen Knüller. Bereits seit Sommer dieses Jahres liefert sich die sympathische Migros Frau und der leicht überforderte, aber nicht minder nette Strassenzauberer einen erbitterten Streetfight in puncto Zauberei, dass sogar Harry Potter neidisch wäre. Klar bleibt die Dame Gewinnerin, denn immerhin zieht sie dem verdutzten Strassenzauberer nicht nur eine Klobürste aus der Nase sondern zapft auch noch ein Drink daraus. Bei genauerer Betrachtung wäre ja die umgekehrte Reihenfolge marginal hygienischer, aber sehen wir einmal von den unbedeutenden Details ab. Zumal der einzige Zaubertrick, den unsereiner beherrscht ganz klar derjenige mit der Schiebetür wäre. Das Schweizer Büro (Jung von Matt/Limmat) der 1991 in Hamburg gegründeten Jung von Matt Agentur mit weltweit rund 850 Mitarbeitern, wollte aber mit dem gelungenen Spot nicht zum Jobwechsel anregen, sondern im Grunde das gute Preisleistungsverhältnis der Migros Genossenschaft ins Zentrum rücken. Schliesslich zaubert sie ihm ja für nur eine Münze die ganze Papiertüte voll. Ein Kernwert der Genossenschaft, der seit jeher zum Image der Schweizer Traditionsmarke gehört. Insgesamt ein sehr witziger, gut umgesetzter und spannend vertonter Spot, welcher auch bildlich gut den Charme eines kleinen Städtchens einfängt. Dank der gelungenen Werbung schafft das 1977 komponierte Lied von El Pasador „Amada Mia, Amore Mio“ sogar die vierte Woche in Folge ein Comeback in die Single-Charts und klettert auf Platz 66.
Besten Dank an dieser Stelle an Raphaela Reichlin, welche mir diesen cleveren Spot empfohlen hat.
Migros zabert was in die Tüte
- Special Thanks to: Raphaela Reichlin für den Hinweis auf diesen Spot
- Name: Migros Zauberer (2009)
- Auftraggeber: Migros Genossenschaft ( http://www.migros.ch )
- Zuständige Agentur: Jung von Matt/Limmat ( http://www.jvm.ch )
- Musik: El Pasador – Amada Mia, Amore Mio
In der Kürze liegt die Würze
Verfasst von Sebastien Caduff unter Werbespots am 18. November 2009
Oder wäre in der Ruhe liegt die Kraft(brühe) der bessere Titel? Wie auch immer: Witzig, frech und doch verspielt – dieser Spot hatte von Anfang an das Talent zum gelungenen Viral. Er gewann zahlreiche Awards und schaffte es dann sogar als Kino-Commercial in die Säle. Doch das allzu explizite Statement des sichtlich entnervten Familienvaters dieser gutbürgerlichen Vorzeigefamilie, bei dem sogar die Uhr aufhört zu ticken, war dann dem traditionsbewussten Unternehmen Maggi doch zu heiss für die Hauptsendezeit im TV. Eigentlich schade denn der Maggi-Werbefilm der ohne viel Worte auskommt, wäre im Vergleich zu manch einer Handy-Klingelton-Werbung geradezu eine echte Wohltat für die strapazierten Ohren. Kreiert wurde der lustige Spot mit dem nicht gerade zungenfertigen Ehemann von der Frankfurter Agentur Publicis welche zu der gleichnamigen bekannten Publicis Groupe S.A. gehört. Die weltbekannte Lebensmittelmarke Maggi von Nestlé wurde 1872 vom Schweizer Julius Maggi gegründet (ein interessanter Artikel dazu aus der NZZ). Später arbeitete Maggi mit dem Arzt Fridolin Schuler zusammen, wobei ihr gemeinsames Ziel die Verbesserung der der Ernährungsbedingungen für die arbeitende Bevölkerung war. Diese substituierten eine warme Mahlzeit leider allzu oft mit billigem Fuseln und die daraus resultierenden Mangelerscheinungen führten zu zahlreichen gesundheitlichen Problemen. Die Lösungen waren schnell zubereitete, warme sowie preisgünstige Mahlzeiten auf Gemüsebasis, was bereits kurze Zeit nach der Einführung ein Renner wurde und die Ausgangslage zum heute bekannten Convenience-Food darstellt. Besten Dank an der Stelle auch an Julia B. (follow Julia on Twitter) welche diesen Clip empfohlen hat.
En gueta!
- Special Thanks to: Julia B. (follow Julia on Twitter) für den Hinweis auf diesen Spot
- Name: Maggi Bauchstabensuppe (2008)
- Auftraggeber: Nestlé – Maggi ( http://www.maggi.ch )
- Zuständige Agentur: Publicis Agentur Frankfurt ( http://www.publicis.de )
|>)))),°> – Fischers Franke fischt nur die frischsten Fische
Verfasst von Sebastien Caduff unter Sonstige Werbung am 16. November 2009
Wer die Zungenbrecher-Headline laut vorgelesen hat, konnte bereits die erste Hürde dieses Artikels meistern und kommt nun in die Folgerunde. Frage 2: Wie lautet das Credo der Fischhändler und des Hedgefonds-Verkaufspersonals? Genau “Sell it or smell it“. Sie haben sich erfolgreich für die folgende Marketing-Idee qualifiziert. Vielleicht gleich vorweg, die lebenden Fische des gezeigten Werbeaquariums hatten ein glückliches Dasein als Marketingstars für eine der grössten deutschen Werbeagenturen und wurden mit ausreichend Nahrung und Sauerstoff vorbildlich nach Vorschrift gehalten. Jetzt da den Kritikern frei nach Seemannsjargon der Wind förmlich aus den Segeln genommen wurde, kann an einem Tau gezogen werden und es lässt sich erkennen, dass das aussergewöhnlich umgebaute City-Light-Poster höchst innovativ und clever war. Die zum weltweiten Agenturennetz Publicis gehörende gleichnamige deutsche Consumer-Agentur in Frankfurt bringt es, es wäre kaum besser möglich, auf den Punkt – der Feinkostspezialist Franke bietet nur fangfrische Meeresköstlichkeiten an.
Zur 1926 vom Franzosen Marcel Bleustein-Blanchet lancierten Publicis Gruppe gehört zwischenzeitlich nicht nur die eben erwähnte Kreativagentur Publicis selbst an, sondern eine lange Liste namhafter Unternehmen wie beispielsweise Saatchi & Saatchi, Leo Burnett oder Fallon. Der multinationale Medienkonzern mit Sitz in der französischen Hauptstadt, zeigt in über 196 Städten Präsenz. Zudem beschäftigt der geschätzte Werbedienstleister in 104 Ländern über 44’000 Mitarbeiter.
Frischer Fisch Ahoi!
- Name: Fish (Fresh as can be) (2009)
- Auftraggeber: Fisch Franke ( http://www.fischfranke.de )
- Zuständige Agentur: Publicis Agentur Frankfurt ( http://www.publicis.de )
Kaffee trinken rettet Leben
Verfasst von Sebastien Caduff unter Werbespots am 15. November 2009

Seit Neustem wissen wir: Kaffee ist entgegen fälschlichen Annahmen nicht gesundheitsschädigend sondern sogar überaus gesundheitsfördernd. Das anregende Heissgetränk, welches bereits im 15. Jahrhundert in Äthiopien, in Persien und im Osmanischen Reich getrunken wurde, ist nicht nur gut gegen Diabetes und Alzheimer, sondern senkt gemäss einer aktuellen japanischen Langzeitstudie auch das Darmkrebsrisiko um 56 % ( Quelle: Deutsches Grünes Kreuz ). Doch dies war nicht gemeint. Viel mehr ist die Rede vom neusten Nespresso Spot. Die mit Gentleman Clooney wie immer sehr humorvolle Werbung für das Edelkaffeesystem des Schweizer Lebensmittelkonzerns Nestlé, zeigt wie der himmlische Genuss Leben retten kann. Hinter diesem gelungenen Werbefilm, der zur Zeit auch in den Kinosälen gezeigt wird, steckt das Pariser Büro der 1902 gegründeten und 1930 fusionierten amerikanischen Agentur McCann Erickson. Das heute zu den weltweit führenden Agenturen gehörende Unternehmen ist Teil der Interpublic Gruppe welche nach eigenen Angaben weltweit in über 100 Ländern aktiv ist, mehr als 40′000 Marketing-Professionals beschäftigt und vergangenes Jahr knapp 7 Milliarden US-Dollar Umsatz generiert hat. Übrigens erzielte der Pionier für den 1986 erstmals eingeführten portionierten Spitzenkaffee, im Vorjahr einen Umsatz von rund 2,3 Milliarden Schweizer Franken, beschäftigt allein in der Nespresso-Sparte 2′500 Mitarbeiter und erzielte bei den Kaffeemaschinen einen Marktanteil von stolzen 17,1 %. Kein Wunder, denn als ambitionierter Kaffeeliebhaber (so ca. 8 Tassen aufwärts täglich und JA ich habe noch Blut im Koffeinkreislauf
) sei gesagt: Die Nespresso Sorten sind als Kapsel nicht nur praktisch sondern wirklich sehr lecker!
George Clooney im Himmel
- Name: Nespresso Heaven Piano (2009)
- Homepage: http://www.nespresso-whatelse.com
- Auftraggeber: Nestlé – Nespresso ( http://www.nespresso.com/#/ch/de )
- Zuständige Agentur: McCann Erickson Paris ( http://www.mccann.com )
- Musik: Karma Leon – Eternal Bliss ( http://www.whenthesuncomesdown.com )




















