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Research ist sexy – Volvo schmeisst fünf wilde Partys

Research ist sexy, dies versuchte uns bereits unser genialer Marktforschungsprofessor zu beweisen und seine Jünger somit zur dunklen Seite der Marketingmacht zu führen. Hätte er uns damals diese Kampagne gezeigt, wir hätten es schneller eingesehen. Das folgende Ambient-Media-Event wurde dabei von der, im digitalen Bereich tätigen Sparte (Euro RSCG 4D) der höchst kreativen, weltweit tätigen Fullservice-Agentur Euro RSCG für das neuste Volvo-Modell entwickelt. Ziel war es den stylishen S60 von seiner rebellischen Seite zu zeigen. Dazu initialisierte Euro RSCG 4D das Subject60-Projekt, eine Serie von fünf Partys in Berlin, London, Milano, Paris und Madrid mit dem Blogger Facehunter und der Sängerin Lykke Li. Das Event hatte es faustdick hinter den Ohren. Bereits um an die Party zu kommen, wurden keine klassischen Einladungen verschickt, sondern eine Schnitzeljagd quer durch die jeweiligen Städte organisiert. Die begehrten Zugangsschlüssel waren gut versteckt und mussten zuerst gefunden werden.

Die Videoeinladung zur Party:

Doch auch die Fete selbst war alles andere als gewöhnlich und im Grunde nur ein Vorwand für eine gross angelegte Verhaltensstudie, in der es darum ging, Europas unartigste Stadt zu erküren. Daraus ergaben sich in fünf Wochen insgesamt 3062 Versuchsteilnehmer, welche an total 35 Experimenten teilnahmen. Die gesamte Studie kann übrigens HIER heruntergeladen werden. Eine super Idee um den neusten Volvo beim jungen Publikum optimal zu positionieren, clever und smart durchdacht. I LIKE!

Forschung mal anders:

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Zeit das Leben in Farbe zu geniessen

Der folgende Werbefilm ist eine weltweite Kampagne des bekannten Farbherstellers Imperial Chemical Industries Ltd., welcher bereits 1926 durch eine Fusion aus Brunner-Mond, Nobel Explosives, United Alkali Company und British Dyestuffs Corporation entstand. Lange Zeit war der Chemiekonzern so angesehen, dass eine in der britischen Geschäftswelt geachtete Person, den Ausdruck zu hören bekam er (oder natürlich sie) sei einfach „the chairman of ICI“. Gemeinsam mit DuPont entwickelte ICI, 1932 die weltbekannte Dulux-Farbe, welche praktisch überall auf der Welt erhältlich ist und in über 26 Länder auf vier Kontinenten produziert wird. Im Jahr 2007 übernahm dann das weltweit operierende Grossunternehmen AkzoNobel mit Sitz in den Niederlanden ICI für 8,05 Milliarden Pfund.

Das Ziel der aktuellen Unternehmensinitiative ist es graue Plätze wieder zurück in farbigen Lebensraum zu verwandeln, frei nach dem Motto: „Grey is out. Gloom is gone. It’s time to live our lives in colour.“ Ein edles Motiv, welches das Londoner Büro der Agentur Euro RSCG, zusammen mit dem preisgekrönten Regisseur Adam Berg zu einem sehr gelungenen zweiminütigen Zeitraffer-Werbefilm visualisiert hat. In über vier Wochen Drehzeit in Brasilien, Frankreich, Grossbritannien und Indien halfen zahlreiche freiwillige Einwohner mit, ihren Ort in über 120 verschiedene Farbnuancen zu tauchen und die Welt ein Stück weit zu verschönern. Eine gelungene Idee von einer grossartigen Agentur. Mehr Infos und laufend neue spanende Farbprojekte finden sich übrigens auch auf der Homepage der Kampagne unter http://www.letscolourproject.com

It’s time to live our lives in colour

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Browser-Speed-Tests der besonderen Art

Internet Browser gibt es zwischenzeitlich, (passend zur Sommerzeit) wie Sand am Meer und demnach immer einfallsreicher solle auch die Werbung dafür sein. War die Internetzugangssoftware im grauen Internetsteinzeitalter noch vorinstalliert, wird mit jedem Windowsupdate die Auswahl grösser. Firefox, Safari und Chrome kennen auch eingefleischte Internet-Explorer-Nutzer zumindest bei Namen, aber Hand aufs Herz und ohne jemandem zu nahe treten zu wollen, wer kennt schon die Webbrowser: Dillo, Iceweasel oder Orca. Genau so wollte Google mit ihrem 2008 lancierten Browser Chrome nicht enden und beauftragte das New Yorker Büro der britischen Agentur BBH (Bartle Bogle Hegarty) mit einem aussergewöhnlichen Geschwindigkeitstest. Die 1982 von John Bartle, Nigel Bogle und John Hegarty gegründete Agentur mit weltweit sechs grossen Büros und über 928 Mitarbeitern, war übrigens eine der ersten Agenturen welche in der virtuellen Second Life Computerwelt präsent waren. Zudem sind sie neben dem witzig gemachten Youtube-Viral für den schnellen Google Browser auch für die Levi’s Kultfigur Flat Eric verantwortlich – ja genau das gelbe Vieh im Auto aus der TV-Werbung. Der Werbeblog meldet sich zurück und wünsch viel Spass beim Browsen.

 

Making of Google Chrome Speed Tests:

Google Chrome Speed Tests Youtube-Viral:

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Strahlende Weihnachten

mikrowelleDer folgende geniale Weihnachts-Viral stammt von der Londoner Agentur AKQA und war 2008 als Eigenpromotion und Festtagsgruss gedacht. Offen ist, ob die Macher des Spots nachher selbst in saftigem Hulk-Grün geleuchtet haben wie eine Weihnachtsdeko oder ob die Mikrowellen gut abgeschirmt waren. Mit meiner vorerst noch nicht abgeschlossenen Familienplanung wäre ich zwar gerne dabei gewesen, hätte jedoch in keinem Fall ohne Bleischürze mit den Mikrowellenprogrammierern oder dem Kameramann getauscht ;) . Die Agentur mit Zungenbrechername welche hinter der kreativen Idee steckt, wurde 1995 in London von Ahmed Ajaz, Hilton James, Norris-Jones Dan und Treagus Matthew unter dem Namen Digital Marketing Ltd. gegründet. Später ging sie mit der weltweit bekannten Management Consulting Firma Accenture eine strategische Allianz ein und fusionierte 2001 mit der Werbeagentur Citron Haligman Bedecarré aus San Francisco. Heute zählt die im interaktiven Digitalmarketing tätige Agentur über 750 Mitarbeiter und hat Büros in Washington, New York, London, Amsterdam und Shanghai ( 上海 ). Interessant ist übrigens, dass AKQA zusammen mit Microsoft die grafische Benutzeroberfläche ( GUI ) für die Xbox 360 programmiert hat.

Den Weihnachtsspot der Agentur lässt man am besten selbst wirken. Erkannt was für ein Lied es ist?

Mikrowellen Weihnachtslied

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Der vielleicht beste Spot aus 250 Jahre Guinness Werbung

guinness-250Heute feiert die Welt den Arthur’s Day. Bereits 250 Jahre gibt es das dunkle irische Bier nun bereits. Alles angefangen hat es vor genau einem viertel Jahrtausend in den Strassen Dublins, wo Arthur Guinness für 45 Pfund (umgerechnet 81.00 CHF) pro Jahr, einen 9000 Jahre gültigen Pachtvertrag für die damals unbedeutende St. James’s Gate Brauerei abschliessen und somit den Grundstein für die bis heute anhaltende Erfolgsstory legen konnte. Heute fliessen zehn Millionen (10′000′000!) Gläser täglich durch die Kehlen der Liebhaber des dunklen Goldes. Längst reicht dabei die eine Brauerei nicht mehr und so wird es gleich vor Ort, in 50 Ländern dieser Welt gebraut und in mehr als 150 Ländern konsumiert. Zweifelsfrei gibt es in der langen Firmengeschichte viele herausragende Werbungen. Mitunter eine der witzigsten ist aber die der englischen Agentur Abbott Mead Vickers (kurz AMV) BBDO. Sie zeigt dabei recht eindrücklich wieso die Menschen überhaupt angefangen haben Bier zu trinken – ihnen hat die Ursuppe nicht geschmeckt! Die vor etwas mehr als 30 Jahren von David Abbott, Peter Mead and Adrian Vickers gegründete Agentur ist seit den letzen 14 Jahren die grösste in Grossbritannien und gehört dem weltweit agierenden BBDO-Netzwerk an. Übrigens, um es an dieser Stelle mal gesagt zu haben: Bier ist, sofern mit Bedacht konsumiert, alles andere als ungesund. Im Gegenteil die phenolischen Substanzen des Hopfens helfen bei der Krebsverhütung und wirken sich positiv auf das Herz-Kreislaufsystem aus… Sláinte !

Good things come to those who wait:

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Monopoly City Streets – ein gelungener und spassiger PR-Coup

monopoly

Einer der bisher wohl gelungensten PR-Coups dieses Jahres landete die mehrfach in Cannes ausgezeichnete Interactive Media Agentur Tribal DDB London, im Auftrag des US-amerikanischen Spielherstellers Hasbro. Im Jahre 1923 von den Gebrüdern Henry Hassenfeld und Helal Hassenfeld gegründet (kurz den Has Bro’s) wurde aus dem einstigen Familienbetrieb für Schulmaterialien einer der grössten Spielwarenkonzerne. Durch stetiges Wachstum und zahlreiche Akquisitionen, unter denen sich auch der frühere Verleger des Monopoly-Brettspiels (Parker) befand, konnte sich die Hasbro Inc. gut positionieren. Zusammen mit Google Maps programmierte die Interctive Media Agentur mit imposantem Portfolio (Pepsi, Nike, VW, Starbucks) ein Online-Monopoly, bei dem real existierende Strassen,  virtuell gekauft und bebaut werden können. Das kostenlose, rund um den Globus zugängliche Online-Spiel Monopoly City Streets war, obwohl es offiziell nur sehr wenig beworben wurde, lange vor dem Launch in aller Munde. Als nach monatelangen Tests dann, in der Nacht vom 9./10. September 2009, der offizielle Spielbetrieb aufgenommen wurde, glühten die Server förmlich. Gemäss eigenen Angaben auf dem dazu eingerichteten Google-Blog, waren die Server mit 1,7 Millionen Nutzer am ersten Tag hoffnungslos überlastet, weswegen mit langen Ladezeiten zu rechnen war. Vorerst unklar ist zudem, ob das bis zum 10. Januar 2010 dauernde Spiel nach den Servererweiterungen neu gestartet wird oder die bereits bebauten Gebäude erhalten bleiben.

Spielüberblick als Video:

werbeblog-büros

Virtueller Monopoly Start-up in Liechtenstein

Nichtsdestotrotz konnte sich der Werbeblog eine Strasse in Vaduz sichern und für 1,6 Millionen M-Dollar (ein Schnäppchen) das erste Liechtensteiner Monopoly-Bürohaus im Herzen der Hauptstadt errichten.

 

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Du quietschst wie ein Scheibenwischer!

honda-choirSpätestens nach diesem Werbeclip sollte man sich einen besseren Kommentar zum Singstil der pubertierenden Nachbarstochter überlegen, um sie davon abzuhalten bei Deutschland sucht den Superstar mitzumachen, denn sie könnte es möglicherweise als bekräftigendes Kompliment auffassen! Da hält man sich doch besser an Sprüche-Profi Dieter Bohlen und sagt so was wie: „Ich kenne einen super Anwalt. Deinen Gesangslehrer machen wir fertig!“. Aber um nicht weiter abzuschweifen sondern es auf den Punkt zu bringen: Das Geräusch eines Scheibenwischers von einem 60-köpfigen Chor nachzuvertonen ist alles andere als anspruchslos. Hinter diesem ambitionierten Projekt steckt das britische Büro der 1982 gegründeten amerikanischen Agentur Wieden + Kennedy. Dazu brachten sie etliche Mikrofone überall an einem Honda Civic an, fuhren durch die Gegend und liessen die Geräusche aufzeichnen, um sie anschliessend vom besagten Chor möglichst detailgetreu nachzuvertonen. Das Resultat ist mehr als nur gelungen und die spannende Idee brachte der Agentur einen Goldene Löwen und dem japanischen Automobilhersteller Honda viel Aufsehen. Berühmt wurde die, von Dan Wieden und David Kennedy an einem ersten April gegründete, Agentur übrigens in den 80ern aufgrund des bist heute verwendeten Nike Slogans „Just Do It.“.

So klingt ein Honda:

Das Making-of :

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An ad like no other

sony-ballsDer Sony Slogan „like no other“ (am kreativsten übersetzt mit „lecke keinen Otter“ Quelle: Tagesanzeiger) passt für die künstlerischen Werbespots der Sony Bravia LCD-Geräte wie die Faust aufs Auge. Keine anderen Spots überzeugen zurzeit mit noch mehr kreativem Freiraum und aussergewöhnlichen Ideen. Der Urvater der Public Art Spot-Serie, die aus dem Werbealltag nicht mehr wegzudenken ist und gänzlich ohne Computereffekte auskommt, wurde 2005 in den markanten Hangstrassen der einstigen Goldgräberstadt San Francisco aufgenommen. In 2 Tagen drehte der dänische Regisseur Nicolai Fuglsig mit 23 Kameraleuten, im Auftrag der britischen Werbeagentur Fallon und der japanischen Unterhaltungselektronik-Marke Sony den tollen Werbespot und schüttete dabei 250′000 Flummis die Hänge runter. Musikalisch untermalt wird der poetisch schöne TV- und Kino-Spot, der im Jahre 2006 den goldenen Löwen in Cannes gewann, durch den schwedischen Crooner mit argentinischen Wurzeln José Gonzales.

250′000 Flummi’s:

Das Making-of:

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Die richtig harten Jungs verzichten auf special effects

Mit einem Grafikprogramm tricksen kann jede bessere Agentur, die richtig harten Jungs bleiben authentisch und verzichten ganz darauf. Lieber nehmen sie sich, wie die Wieden + Kennedy London Crew, rund drei Monate Zeit für die exakte Planung und filmen dann eine ganze Woche, Tag und Nacht bis es beim 606ten Versuch endlich in einem Zug so klappt, wie sie sich das vorgestellt hatten. Aus über 85 Honda Accord Einzelteilen tüftelten sie eine zweiminütige Kettenreaktion aus, die sogar Reuben Garret Lucius Goldberg hell begeistert hätte. Letzterer ist übrigens Cartoonist, Ingenieur, Künstler, Erfinder und Namensgeber der Rube Goldberg Maschinen – sehr komplexe Apparate die dafür bekannt sind einfache Vorgänge mit sehr vielen Zwischenschritten umzusetzen. Zeitungsberichten zufolge soll die Kampagne umgerechnet knapp 15 Millionen Franken gekostet haben. Ein interessantes Detail ist, dass für den Spot zwei der insgesamt ersten sechs, von Hand zusammengebauten, Accord Prototypen verwendet wurden, einer wurde in die Einzelteile zerlegt und der andere hatte einen imposanten Auftritt in der Schlusssequenz. Gerüchten zufolge lobten die Honda Firmenbosse beim ersten Screening im japanischen Hauptquartier die aussergewöhnlich clevere Werbung und realistischen Bildeffekte der Kampagne, zumindest bis man ihnen erklärt hatte, dass der Spot gänzlich ohne Spezialeffekte gedreht wurde – dann blieb ihnen der Atem weg.

Hier geht es zur aussergewöhnlichen Kettenreaktion:

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