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Fisch oder Flugzeug – Die Qual der Wahl
Verfasst von Sebastien Caduff unter Werbespots am 29. April 2010
Als ich gerade im Begriff war einen kleinen Beitrag (Entschuldigung an die Fans an der Stelle wegen der langen Pause) über einen Viral der Hamburger Agentur Lukas Lindemann Rosinski (LLR) im Auftrag der Fluggesellschaft Germanwings zu schreiben, bin ich nicht nur auf EINE geniale Werbeidee gestossen - nein, gleich auf mehrere wirklich super Commercials und Marketingideen. Kein Wunder also wenn die, von ehemaligen JvM-Topleuten gegründete Hamburger Agentur erst kürzlich vom Jahrbuch der Werbung als beste Newcomer Agentur des Jahres 2009 gekürt wurde. Für M. C. Escher wäre es kein Problem, doch ich stecke nun sprichwörtlich in der Bredouille. Bereits die Homepage ist schön gemacht und es stellt sich die Frage schreibe ich nun doch lieber über den Fisch oder bleibe ich beim geplanten Beitrag zum Germanwings-Viral? Immerhin erzielte der in einem Flugzeug der Konkurrenz gedrehte frech-frische Germanwings-Viral bereits nach rund 24 Stunden knapp 80′000 Views auf Youtube. Kostengünstig rein durchs Internet verbreitet, war es eine spannende und clevere Kampagne mit maximalem Effekt zum minimalen Preis.
Der andere sehr witzige Spot ist leider noch nicht auf Youtube verfügbar. Er wurde vom hauseigenen Nachwuchsteam bestehend aus Annika Richter und Caroline Ellert konzipiert, umgesetzt und gewann auf Anhieb die silberne Flosse … ähm die silberne Klappe natürlich
. Der Spot wurde in der Kategorie Nachwuchs Erster und gibt somit den jungen Werbekreativen die Möglichkeit in Cannes an den Young Lions 2010 ihr Können zu demonstrieren. Wir drücken jedenfalls die Daumen und überlassen die Wahl mal den Werbeblog-Fans: Was denkt ihr, welcher ist besser? Fisch oder Flugzeug?
Spot A Flugzeug : Flashmob im Flugzeug der Konkurrenz
- Name: Palane-Mob (2010)
- Auftraggeber: Germanwings ( http://www.germanwings.com )
- Zuständige Agentur: LLR (Lukas Lindemann Rosinski) Hamburg ( http://www.llr-hamburg.de )
Spot B Fisch: Verrückter Fisch
- Name: Talking Fish (2009)
- Auftraggeber: Deutsche See GmbH ( http://www.deutschesee.de )
- Zuständige Agentur: LLR (Lukas Lindemann Rosinski) Hamburg ( http://www.llr-hamburg.de )
Fruchtsaft bringt Licht ins Dunkle!
Verfasst von Sebastien Caduff unter Werbespots am 12. März 2010
Hoch im Norden Kanadas pfeift den 3420 Personen im kleinen Städtchen Inuvik bei durchschnittlich -36° C um die Jahreszeit der eiskalte Wind um die Ohren. Wer bereits beim Lesen eine Jacke anziehen muss, sei gewarnt – es kommt noch Schlimmer. Im Winter herrschen dort nicht nur frostige Verhältnisse, auch die Sonne lässt kaum mehr blicken. Von Dezember bis Mitte Januar dauert die Polarnacht und rund 30 Tage ist kein einziger Lichtstrahl unseres Zentralgestirns mehr am Horizont zu sehen. Der ganze Ort versinkt in der Dunkelheit. Dieses Jahr aber kam alles anders, denn am 8. Januar 2010 brachte eines Morgens der zu Pepsi gehörende Fruchtsafthersteller Tropicana Canada im wahrsten Sinne des Wortes Licht ins Dunkle. Die installierte arktische Wintersonne der speziellen Art war ein mit Helium gefüllter Ballon mit etwas mehr als 10 Metern Durchmesser. Erbaut von der französischen Firma Airstar, dient der Solarc-Ballon normalerweise dem grossräumigen Ausleuchten von Events oder der Notbeleuchtung von Katastrophengebieten. Im Inneren durch spezielle HMI-Halogenlampen ausgerüstet erreichte der Lichtballon mit insgesamt rund 40′000 Watt Leistung und rund 100′000 Lux Beleuchtungsstärke zumindest lokal tatsächlich sonnenähnliche Verhältnisse. Zeitgleich wurden an alle Haushalte und in den Warenhäusern Gratisproben des Tropicana Orangensaftes verteilt. Eine super PR-Idee und verdammt guter Start in den sonst eher trüben Winteralltag.
Das genial umgesetzte Marketing-Event wurde zum gelungenen Werbespot, sorgte für haufenweise Verlinkungen sowie Blogbeiträge und entwickelte sich innerhalb kürzester Zeit zum Viral schlechthin. Hinter diesem bemerkenswerten Werbeeinfall steckt der kanadische Ableger der weltweit agierenden Agentur BBDO in Toronto. Das bereits 1925 zur Batten, Barton, Durstine & Osborn Company (kurz BBDO) fusionierte Unternehmen, entstand einst aus der 1891 in New York gegründeten Firma von George Batten und der Agentur Barton, Durstine & Osborn (kurz BDO) welche im Jahre 1919 an den Start ging. Heute gehört BBDO der amerikanischen Omnicom-Gruppe und ist nach eigenen Angaben das weltweit zweitgrösste Agenturnetzwerk der Welt. Gemäss aktuellstem Stand beschäftigt BBDO in 79 verschieden Länder und 287 Büros über 15′000 Mitarbeiter.
Der Beitrag in den Nachrichten dazu:
Brighter Mornings for Brighter Days, der Spot:
- Name: Arctic Sun (2010)
- Auftraggeber: Pepsi Co. ( http://www.pepsi.com ) und Tropicana Canada ( http://www.tropicana.ca )
- Zuständige Agentur: BBDO Toronto ( http://www.bbdo.ca )
- Musik: Patrick Watson – The Great Escape ( http://www.patrickwatson.net )
Life is Live – Opus die wahre Geschichte
Verfasst von Sebastien Caduff unter Werbespots am 3. März 2010
Wie bei allen historisch einschneidenden Momenten existieren oft verschiedenen Erzählungsversionen des einen und selben Ereignisses. Die offizielle Variante, wie es zu diesem Mitsing-Klassiker der österreichischen Band Opus gekommen ist, ist schnell erklärt. Anlässlich des 11-jährigen Bestehens hatte die noch junge Rockband ein spezielles Stück für ihre treuen Fans komponiert. Dieses wurde ganz am Ende der Veranstaltung im Oberwarter Stadion am 2. September 1984 zum Mitsingen gespielt. Zu diesem Zeitpunkt stieg aber das Aufnahmegerät aus und beinahe würde heute den Song vielleicht niemand mehr kennen. Wie der Zufall so will, kam es aber ganz anders. Einmal das Aufnahmeband ausgewechselt spielte Opus das Stück als Zugabe daraufhin gleich nochmal und die bereits euphorischen Anhänger sangen noch lauter und noch beherzter mit. Die Stimmung war ausgelassen und das Stück kam so, als live Version in das Album. Etwas Einzigartiges in der damaligen Musikgeschichte, denn die Fans wurden zu einem noch nie da gewesenen Grad mit in den Song einbezogen. Was heute üblich ist, revolutionierte damals möglicherweise das Musikbusiness und war Teil des Erfolges. Das Stück wurde ein riesen Hit, verkaufte sich millionenfach und wird auch heute noch, wenn es praktisch nonstop irgendwo auf der Welt zwischen Chile und Sibirien auf einer Radiostation gespielt wird mit der gleichen Inbrunst wie damals im Stadion mitgeträllert.
Trotzdem kann man nicht sicher sein, ob sich das Ganze nicht doch so abgespielt hat, wie der folgende TV-Werbespot der niederländischen Biermarke Bavaria zeigt – denkbar zumindest wäre es. Spass beiseite: bereits die Idee der Amsterdamer Agentur Selmore ist äussert amüsant. Gegründet wurde die vergleichsweise kleine aber feine Agentur im Jahre 2004 von den bekannten niederländischen Werbegrössen Diederick Hillenius (früher TWBA), Poppe van Pelt (früher TWBA), Michael Jansen (früher DDB) und Bas Korsten(früher DDB). Der lustige Spot gewann übrigens 2008 einen Epica Award.
Opus die wahre Geschichte
- Name: Life (2008)
- Auftraggeber: Bavaria Beer ( http://www.bavaria.nl )
- Zuständige Agentur: Selmore ( http://www.selmore.com )
- Musik: Opus – Life Is Life ( http://www.opus.at )
Milch gegen morsche Bürohengst-Knochen
Verfasst von Sebastien Caduff unter Werbespots am 28. Februar 2010
Ein interessantes Gedankenspiel zeigt uns der TV-Spot des Agrikultur-Büros Flandern (kurz VLAM). Ziel war es den Milchkonsum anzukurbeln. Anders als manch eine andere Werbung ist die Botschaft in diesem Spot, abgesehen von der Musik, ebenso dezent wie wirksam. Die im Fernsehen ausgestrahlte Werbung regt zweifelsfrei auch über die kurze Sendezeit hinaus zum Nachdenken an. Insbesondere in der heutigen Zeit, in der alle möglichst beschwerdelos noch älter werden wollen, sind frühzeitige Investitionen in einen nachhaltigen Lebensstil äusserst wichtig. Dazu gehört neben gesundem Essen und viel Bewegung auch mal ein Glas Milch, damit die Knochen trotz vieler Büroarbeit nicht all zu morsch werden.
Insgesamt eine sehr gut umgesetzte Kreatividee der belgischen Agentur Duval Guillaume mit Büros in Antwerpen, Brüssel und New York. Die mit rund 200 Personen grösste belgische Agentur wurde im Jahre 2006 von der Publicis Gruppe gekauft und hat am letztjährigen Lions International Advertising Festival in Cannes den Bronze-Löwen der Kategorie Film für diese Kampagne erhalten. Der Werbeblog gratuliert nachträglich und stösst passend mit einem Glas Milch an.
Got Melk?
- Name: JUMPERS (2009)
- Auftraggeber: Vlaams Centrum voor Agro- en Visserijmarketing ( http://www.vlam.be )
- Zuständige Agentur: Duval Guillaume Brüssel ( http://www.duvalguillaume.com )
Ein magischer Coca-Cola-Automat steht in der Schulmensa
Verfasst von Sebastien Caduff unter Sonstige Werbung am 15. Januar 2010
Als der Pharmazeut John Pemberton um 1885, herkömmlichen Wein mit Cola-Nüssen und Koka-Blättern versetzte, wollte er ursprünglich ein Mittel gegen Müdigkeit, Kopfschmerzen und Depressionen zusammenbrauen. Bereits aufgrund der Ingredienzen dürfte er dabei, zumindest hinsichtlich Letzterem, recht erfolgreich gewesen sein. Als während der Prohibition 1886 in Atlanta der Handel von Alkoholika gesetzlich verboten wurde war Pemberton gezwungen den Wein aus dem Rezept zu entfernen und das vorerst noch grüne Coca-Cola wurde (wie so oft) durch Zufall erfunden. Heute ist der koffein- und kohlensäurehaltige Softdrink das meistverkaufte Erfrischungsgetränk und Coca-Cola eine der wertvollsten Marken dieser Welt. Gemäss eigenen Angaben soll der Drink zwischenzeitlich in rund 200 Ländern rund um den Globus verkauft werden und dürfte somit das am einfachsten erhältliche internationale Markenprodukt darstellen. Bereits seit jeher eng mit der amerikanischen Lebenskultur verknüpft, wird auch umgekehrt von einem massgeblichen Einfluss der Coca-Cola Werbung auf den American Way of Life ausgegangen. Andy Warhol hat nicht nur die legendären Cola-Flaschen gezeichnet sondern auch folgendes zu diesem Zusammenhang aufzeigt: „What’s great about this country is that America started the tradition where the richest consumers buy essentially the same things as the poorest. You can be watching TV and see Coca-Cola, and you know that the President drinks Coke, Liz Taylor drinks Coke, and just think, you can drink Coke, too. A Coke is a Coke and no amount of money can get you a better Coke than the one the bum on the corner is drinking. All the Cokes are the same and all the Cokes are good. Liz Taylor knows it, the President knows it, the bum knows it, and you know it.“
Neben der alljährlichen Weihnachtskampagne mit den durchs ganze Land cruisenden und hell beleuchteten Coca-Cola-Trucks momentan präsent, ist die aktuellste Kampagne der Happiness Factory Reihe bei dem jeweils ein Blick ins magische Innere der Coca-Cola Automaten gewährt wird:
Wie so etwas in echt aussehen würde, zeigt dabei die Full-Service-Agentur für interaktives Marketing Definition 9 mit Sitz im Glücksspiel-Mekka Atlanta. Sie haben kurzerhand einen sehr speziellen Coca-Cola Automaten in einen nahegelegenen College-Campus gepackt und das Ganze gefilmt. Es wurde ein cleverer Viral und gelungener PR-Coup daraus mit über 80′000 Views innerhalb von 48 Stunden, welcher subil-sympathisch das Happiness-Werbekonzept nachhaltig unterstreicht.
Coca-Cola bringt Freude in die Schule
- Name: Coca-Cola Happiness Machine (2010)
- Auftraggeber: The Coca-Cola Company ( http://www.coca-cola.com )
- Zuständige Agentur: Definition 6 ( http://www.definition6.com )
Bei Migros Zauberkünsten wird sogar Harry neidisch
Verfasst von Sebastien Caduff unter Werbespots am 29. November 2009
Diesen Spot hat in Liechtenstein und der Schweiz bestimmt bereits jeder mindestens ein Mal gesehen, aber keine Werbesammlung wäre vollständig ohne diesen lustigen Knüller. Bereits seit Sommer dieses Jahres liefert sich die sympathische Migros Frau und der leicht überforderte, aber nicht minder nette Strassenzauberer einen erbitterten Streetfight in puncto Zauberei, dass sogar Harry Potter neidisch wäre. Klar bleibt die Dame Gewinnerin, denn immerhin zieht sie dem verdutzten Strassenzauberer nicht nur eine Klobürste aus der Nase sondern zapft auch noch ein Drink daraus. Bei genauerer Betrachtung wäre ja die umgekehrte Reihenfolge marginal hygienischer, aber sehen wir einmal von den unbedeutenden Details ab. Zumal der einzige Zaubertrick, den unsereiner beherrscht ganz klar derjenige mit der Schiebetür wäre. Das Schweizer Büro (Jung von Matt/Limmat) der 1991 in Hamburg gegründeten Jung von Matt Agentur mit weltweit rund 850 Mitarbeitern, wollte aber mit dem gelungenen Spot nicht zum Jobwechsel anregen, sondern im Grunde das gute Preisleistungsverhältnis der Migros Genossenschaft ins Zentrum rücken. Schliesslich zaubert sie ihm ja für nur eine Münze die ganze Papiertüte voll. Ein Kernwert der Genossenschaft, der seit jeher zum Image der Schweizer Traditionsmarke gehört. Insgesamt ein sehr witziger, gut umgesetzter und spannend vertonter Spot, welcher auch bildlich gut den Charme eines kleinen Städtchens einfängt. Dank der gelungenen Werbung schafft das 1977 komponierte Lied von El Pasador „Amada Mia, Amore Mio“ sogar die vierte Woche in Folge ein Comeback in die Single-Charts und klettert auf Platz 66.
Besten Dank an dieser Stelle an Raphaela Reichlin, welche mir diesen cleveren Spot empfohlen hat.
Migros zabert was in die Tüte
- Special Thanks to: Raphaela Reichlin für den Hinweis auf diesen Spot
- Name: Migros Zauberer (2009)
- Auftraggeber: Migros Genossenschaft ( http://www.migros.ch )
- Zuständige Agentur: Jung von Matt/Limmat ( http://www.jvm.ch )
- Musik: El Pasador – Amada Mia, Amore Mio
In der Kürze liegt die Würze
Verfasst von Sebastien Caduff unter Werbespots am 18. November 2009
Oder wäre in der Ruhe liegt die Kraft(brühe) der bessere Titel? Wie auch immer: Witzig, frech und doch verspielt – dieser Spot hatte von Anfang an das Talent zum gelungenen Viral. Er gewann zahlreiche Awards und schaffte es dann sogar als Kino-Commercial in die Säle. Doch das allzu explizite Statement des sichtlich entnervten Familienvaters dieser gutbürgerlichen Vorzeigefamilie, bei dem sogar die Uhr aufhört zu ticken, war dann dem traditionsbewussten Unternehmen Maggi doch zu heiss für die Hauptsendezeit im TV. Eigentlich schade denn der Maggi-Werbefilm der ohne viel Worte auskommt, wäre im Vergleich zu manch einer Handy-Klingelton-Werbung geradezu eine echte Wohltat für die strapazierten Ohren. Kreiert wurde der lustige Spot mit dem nicht gerade zungenfertigen Ehemann von der Frankfurter Agentur Publicis welche zu der gleichnamigen bekannten Publicis Groupe S.A. gehört. Die weltbekannte Lebensmittelmarke Maggi von Nestlé wurde 1872 vom Schweizer Julius Maggi gegründet (ein interessanter Artikel dazu aus der NZZ). Später arbeitete Maggi mit dem Arzt Fridolin Schuler zusammen, wobei ihr gemeinsames Ziel die Verbesserung der der Ernährungsbedingungen für die arbeitende Bevölkerung war. Diese substituierten eine warme Mahlzeit leider allzu oft mit billigem Fuseln und die daraus resultierenden Mangelerscheinungen führten zu zahlreichen gesundheitlichen Problemen. Die Lösungen waren schnell zubereitete, warme sowie preisgünstige Mahlzeiten auf Gemüsebasis, was bereits kurze Zeit nach der Einführung ein Renner wurde und die Ausgangslage zum heute bekannten Convenience-Food darstellt. Besten Dank an der Stelle auch an Julia B. (follow Julia on Twitter) welche diesen Clip empfohlen hat.
En gueta!
- Special Thanks to: Julia B. (follow Julia on Twitter) für den Hinweis auf diesen Spot
- Name: Maggi Bauchstabensuppe (2008)
- Auftraggeber: Nestlé – Maggi ( http://www.maggi.ch )
- Zuständige Agentur: Publicis Agentur Frankfurt ( http://www.publicis.de )
|>)))),°> – Fischers Franke fischt nur die frischsten Fische
Verfasst von Sebastien Caduff unter Sonstige Werbung am 16. November 2009
Wer die Zungenbrecher-Headline laut vorgelesen hat, konnte bereits die erste Hürde dieses Artikels meistern und kommt nun in die Folgerunde. Frage 2: Wie lautet das Credo der Fischhändler und des Hedgefonds-Verkaufspersonals? Genau “Sell it or smell it“. Sie haben sich erfolgreich für die folgende Marketing-Idee qualifiziert. Vielleicht gleich vorweg, die lebenden Fische des gezeigten Werbeaquariums hatten ein glückliches Dasein als Marketingstars für eine der grössten deutschen Werbeagenturen und wurden mit ausreichend Nahrung und Sauerstoff vorbildlich nach Vorschrift gehalten. Jetzt da den Kritikern frei nach Seemannsjargon der Wind förmlich aus den Segeln genommen wurde, kann an einem Tau gezogen werden und es lässt sich erkennen, dass das aussergewöhnlich umgebaute City-Light-Poster höchst innovativ und clever war. Die zum weltweiten Agenturennetz Publicis gehörende gleichnamige deutsche Consumer-Agentur in Frankfurt bringt es, es wäre kaum besser möglich, auf den Punkt – der Feinkostspezialist Franke bietet nur fangfrische Meeresköstlichkeiten an.
Zur 1926 vom Franzosen Marcel Bleustein-Blanchet lancierten Publicis Gruppe gehört zwischenzeitlich nicht nur die eben erwähnte Kreativagentur Publicis selbst an, sondern eine lange Liste namhafter Unternehmen wie beispielsweise Saatchi & Saatchi, Leo Burnett oder Fallon. Der multinationale Medienkonzern mit Sitz in der französischen Hauptstadt, zeigt in über 196 Städten Präsenz. Zudem beschäftigt der geschätzte Werbedienstleister in 104 Ländern über 44’000 Mitarbeiter.
Frischer Fisch Ahoi!
- Name: Fish (Fresh as can be) (2009)
- Auftraggeber: Fisch Franke ( http://www.fischfranke.de )
- Zuständige Agentur: Publicis Agentur Frankfurt ( http://www.publicis.de )
Kaffee trinken rettet Leben
Verfasst von Sebastien Caduff unter Werbespots am 15. November 2009

Seit Neustem wissen wir: Kaffee ist entgegen fälschlichen Annahmen nicht gesundheitsschädigend sondern sogar überaus gesundheitsfördernd. Das anregende Heissgetränk, welches bereits im 15. Jahrhundert in Äthiopien, in Persien und im Osmanischen Reich getrunken wurde, ist nicht nur gut gegen Diabetes und Alzheimer, sondern senkt gemäss einer aktuellen japanischen Langzeitstudie auch das Darmkrebsrisiko um 56 % ( Quelle: Deutsches Grünes Kreuz ). Doch dies war nicht gemeint. Viel mehr ist die Rede vom neusten Nespresso Spot. Die mit Gentleman Clooney wie immer sehr humorvolle Werbung für das Edelkaffeesystem des Schweizer Lebensmittelkonzerns Nestlé, zeigt wie der himmlische Genuss Leben retten kann. Hinter diesem gelungenen Werbefilm, der zur Zeit auch in den Kinosälen gezeigt wird, steckt das Pariser Büro der 1902 gegründeten und 1930 fusionierten amerikanischen Agentur McCann Erickson. Das heute zu den weltweit führenden Agenturen gehörende Unternehmen ist Teil der Interpublic Gruppe welche nach eigenen Angaben weltweit in über 100 Ländern aktiv ist, mehr als 40′000 Marketing-Professionals beschäftigt und vergangenes Jahr knapp 7 Milliarden US-Dollar Umsatz generiert hat. Übrigens erzielte der Pionier für den 1986 erstmals eingeführten portionierten Spitzenkaffee, im Vorjahr einen Umsatz von rund 2,3 Milliarden Schweizer Franken, beschäftigt allein in der Nespresso-Sparte 2′500 Mitarbeiter und erzielte bei den Kaffeemaschinen einen Marktanteil von stolzen 17,1 %. Kein Wunder, denn als ambitionierter Kaffeeliebhaber (so ca. 8 Tassen aufwärts täglich und JA ich habe noch Blut im Koffeinkreislauf
) sei gesagt: Die Nespresso Sorten sind als Kapsel nicht nur praktisch sondern wirklich sehr lecker!
George Clooney im Himmel
- Name: Nespresso Heaven Piano (2009)
- Homepage: http://www.nespresso-whatelse.com
- Auftraggeber: Nestlé – Nespresso ( http://www.nespresso.com/#/ch/de )
- Zuständige Agentur: McCann Erickson Paris ( http://www.mccann.com )
- Musik: Karma Leon – Eternal Bliss ( http://www.whenthesuncomesdown.com )
Der vielleicht beste Spot aus 250 Jahre Guinness Werbung
Verfasst von Sebastien Caduff unter Werbespots am 24. September 2009
Heute feiert die Welt den Arthur’s Day. Bereits 250 Jahre gibt es das dunkle irische Bier nun bereits. Alles angefangen hat es vor genau einem viertel Jahrtausend in den Strassen Dublins, wo Arthur Guinness für 45 Pfund (umgerechnet 81.00 CHF) pro Jahr, einen 9000 Jahre gültigen Pachtvertrag für die damals unbedeutende St. James’s Gate Brauerei abschliessen und somit den Grundstein für die bis heute anhaltende Erfolgsstory legen konnte. Heute fliessen zehn Millionen (10′000′000!) Gläser täglich durch die Kehlen der Liebhaber des dunklen Goldes. Längst reicht dabei die eine Brauerei nicht mehr und so wird es gleich vor Ort, in 50 Ländern dieser Welt gebraut und in mehr als 150 Ländern konsumiert. Zweifelsfrei gibt es in der langen Firmengeschichte viele herausragende Werbungen. Mitunter eine der witzigsten ist aber die der englischen Agentur Abbott Mead Vickers (kurz AMV) BBDO. Sie zeigt dabei recht eindrücklich wieso die Menschen überhaupt angefangen haben Bier zu trinken – ihnen hat die Ursuppe nicht geschmeckt! Die vor etwas mehr als 30 Jahren von David Abbott, Peter Mead and Adrian Vickers gegründete Agentur ist seit den letzen 14 Jahren die grösste in Grossbritannien und gehört dem weltweit agierenden BBDO-Netzwerk an. Übrigens, um es an dieser Stelle mal gesagt zu haben: Bier ist, sofern mit Bedacht konsumiert, alles andere als ungesund. Im Gegenteil die phenolischen Substanzen des Hopfens helfen bei der Krebsverhütung und wirken sich positiv auf das Herz-Kreislaufsystem aus… Sláinte !
Good things come to those who wait:
- Name: noitulovE (Evolution) (2006)
- Auftraggeber: Guinness ( http://www.guinness.de )
- Zuständige Agentur: Abbott Mead Vickers BBDO ( http://www.amvbbdo.com )
- Musik: soundtree ( http://www.soundtree.co.uk )




