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Bei Migros Zauberkünsten wird sogar Harry neidisch

migros-zaubererDiesen Spot hat in Liechtenstein und der Schweiz bestimmt bereits jeder mindestens ein Mal gesehen, aber keine Werbesammlung wäre vollständig ohne diesen lustigen Knüller. Bereits seit Sommer dieses Jahres liefert sich die sympathische Migros Frau und der leicht überforderte, aber nicht minder nette Strassenzauberer einen erbitterten Streetfight in puncto Zauberei, dass sogar Harry Potter neidisch wäre. Klar bleibt die Dame Gewinnerin, denn immerhin zieht sie dem verdutzten Strassenzauberer nicht nur eine Klobürste aus der Nase sondern zapft auch noch ein Drink daraus. Bei genauerer Betrachtung wäre ja die umgekehrte Reihenfolge marginal hygienischer, aber sehen wir einmal von den unbedeutenden Details ab. Zumal der einzige Zaubertrick, den unsereiner beherrscht ganz klar derjenige mit der Schiebetür wäre. Das Schweizer Büro (Jung von Matt/Limmat) der 1991 in Hamburg gegründeten Jung von Matt Agentur mit weltweit rund 850 Mitarbeitern, wollte aber mit dem gelungenen Spot nicht zum Jobwechsel anregen, sondern im Grunde das gute Preisleistungsverhältnis der Migros Genossenschaft ins Zentrum rücken. Schliesslich zaubert sie ihm ja für nur eine Münze die ganze Papiertüte voll. Ein Kernwert der Genossenschaft, der seit jeher zum Image der Schweizer Traditionsmarke gehört. Insgesamt ein sehr witziger, gut umgesetzter und spannend vertonter Spot, welcher auch bildlich gut den Charme eines kleinen Städtchens einfängt. Dank der gelungenen Werbung schafft das 1977 komponierte Lied von El Pasador „Amada Mia, Amore Mio“ sogar die vierte Woche in Folge ein Comeback in die Single-Charts und klettert auf Platz 66.
Besten Dank an dieser Stelle an Raphaela Reichlin, welche mir diesen cleveren Spot empfohlen hat.

Migros zabert was in die Tüte

  • Special Thanks to: Raphaela Reichlin für den Hinweis auf diesen Spot
  • Name: Migros Zauberer (2009)
  • Auftraggeber: Migros Genossenschaft ( http://www.migros.ch )
  • Zuständige Agentur: Jung von Matt/Limmat ( http://www.jvm.ch )
  • Musik: El Pasador – Amada Mia, Amore Mio

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In der Kürze liegt die Würze

maggi-werbeplakat-altOder wäre in der Ruhe liegt die Kraft(brühe) der bessere Titel? Wie auch immer: Witzig, frech und doch verspielt – dieser Spot hatte von Anfang an das Talent zum gelungenen Viral. Er gewann zahlreiche Awards und schaffte es dann sogar als Kino-Commercial in die Säle. Doch das allzu explizite Statement des sichtlich entnervten Familienvaters dieser gutbürgerlichen Vorzeigefamilie, bei dem sogar die Uhr aufhört zu ticken, war dann dem traditionsbewussten Unternehmen Maggi doch zu heiss für die Hauptsendezeit im TV. Eigentlich schade denn der Maggi-Werbefilm der ohne viel Worte auskommt, wäre im Vergleich zu manch einer Handy-Klingelton-Werbung geradezu eine echte Wohltat für die strapazierten Ohren. Kreiert wurde der lustige Spot mit dem nicht gerade zungenfertigen Ehemann von der Frankfurter Agentur Publicis welche zu der gleichnamigen bekannten Publicis Groupe S.A. gehört. Die weltbekannte Lebensmittelmarke Maggi von Nestlé wurde 1872 vom Schweizer Julius Maggi gegründet (ein interessanter Artikel dazu aus der NZZ). Später arbeitete Maggi mit dem Arzt Fridolin Schuler zusammen, wobei ihr gemeinsames Ziel die Verbesserung der der Ernährungsbedingungen für die arbeitende Bevölkerung war. Diese substituierten eine warme Mahlzeit leider allzu oft mit billigem Fuseln und die daraus resultierenden Mangelerscheinungen führten zu zahlreichen gesundheitlichen Problemen. Die Lösungen waren schnell zubereitete, warme sowie preisgünstige Mahlzeiten auf Gemüsebasis, was bereits kurze Zeit nach der Einführung ein Renner wurde und die Ausgangslage zum heute bekannten Convenience-Food darstellt. Besten Dank an der Stelle auch an Julia B. (follow Julia on Twitter) welche diesen Clip empfohlen hat.

En gueta!

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Migros setzt auf Guerilla-Marketing

Grosses Staunen gab es am 14. April dieses Jahres in vielen Schweizer Ortschaften, wo im Rahmen der Lancierung zur neuen Migros Marketing-Kampagne „Ein M besser“ der Buchstabe M von rund 60 Ortstafeln mit dem markant orangen Migros Markenzeichen überklebt wurde (http://www.migros.ch/kampagne). Zahlreiche Kritiker bemängelten, dass gerade die Migros es eigentlich nicht nötig hätte auf Guerilla-Marketing zu setzen und die offiziellen Strassenschilder für Werbezwecke zu missbrauchen. Als vorbildliches Unternehmen sollte die Genossenschaft, statt potenzielle Vandalen zum Nachahmen solcher Aktionen zu motivieren, doch lieber auf traditionellere Methoden der Werbung setzen. Harte Worte für eine so überzeugend kreative Idee die, schweizerisch sauber bis ins Detail geplant, am selben Abend ebenso plötzlich wieder restlos verschwand wie sie am Morgen zuvor aufgetaucht war. Immer wieder sind es leider solche notorischen Nörgler die innovative Unternehmen daran hindern auch neue Wege einzuschlagen und nicht selten kreative Meisterwerke aus Angst vor ein bisschen Kritik im Keime ersticken. Umso schöner hat sich die Migros Genossenschaft trotz voraussehbaren Kleinigkeiten doch zum innovativen Vorschlag entschlossen und die Kampagne mit der Zürcher Agentur Jung von Matt/Limmat erfolgreich umgesetzt. Möglicherweise waren die vereinzelten Kritiker aber auch von der Werbebrache und lediglich ein wenig enttäuscht, dass sie nicht selbst auf diesen frischen Einfall gekommen waren, sondern das Schweizer Büro (Jung von Matt/Limmat) der 1991 gegründeten Hamburger Werbeagentur Jung von Matt.

Hier zwei Bilder von der Migros Homepage:migros1

migros2

Sehr spannend ist neben der aktuellen Kampagne übrigens auch mal eine kleine Zeitreise ins Werbemittelalter. Unter dem Migros Online-Werbearchiv kann man einen Blick auf bald 60 Jahre Migros Spots werfen. Ein Besuch lohnt sich:
http://www.migros.ch/DE/Ueber_die_Migros/Werbung_und_Sponsoring/Werbung/Seiten/Werbespots.aspx

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Kitschig oder herzergreifend schön?

Da scheiden sich möglicherweise die Geister, aber wer bei diesem Werbespot nicht zumindest ein wenig wässerige Augen bekommt, der hat wohl ein Herz aus Stein. Der Regisseur des 60 Sekunden Werbefilms, der auch hartgesottenen Jungs immer wieder die Tränen in die Augen treibt, ist kein geringerer als Oscarpreisträger Anthony Minghella, der mit wundervollen Filmen wie „Der englische Patient“, „Cold Mountain“ und „Der talentierte Mr. Ripley“ Millionen von Zuschauern in die Kinos lockte. Zusätzlich traurig ist, dass Anthony Minghella einige Zeit später selber im Alter von nur 54 Jahren (am 18. März 2008) in einem Londoner Krankenhaus starb. Er hinterlässt dabei eine Frau und zwei Kinder. Die emotionsgeladene Kreatividee für den Fleurop-Interflora (Schweiz) Werbespot stammt von der Schweizer Werbeagentur Walker und zeichnet sich durch eine professionelle Umsetzung und hochkarätiger Starbesetzung aus. Die Musik im Spot stammt vom bekannten libanesischen Filmkomponisten Gabriel Yared und die sympathische Hauptfigur im Fleurop-Werbespot wird von der britischen Schauspiellegende Anna Massey gespielt.

Hier geht es zum herzergreifend schönen Werbespot:

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